München
Im Herbst 1879 kam Jakob in München an. Dort lernte er das Zeichnen anhand von Modellen. Es waren harte Zeiten, zumal er ein schwieriges Verhältnis zum Geld hatte. Er schrieb Bettelbriefe an seine Eltern, doch Vater Smits hatte nicht die Absicht, seinen eigensinnigen Künstlersohn weiterhin zu unterstützen.
Nach einiger Zeit hatte Jakob genug von den stundenlangen Zeichensitzungen an der Akademie. Er begann, am Leben eines Künstlers zu zweifeln.
Wien
Im Sommer 1880, vielleicht auf Druck seines Vaters, dachte Jakob darüber nach, sich als Dekorationsmaler eine sichere Existenz aufzubauen. Er zog nach Wien, eine Stadt, die damals im Bereich des Kunsthandwerks besonders fortschrittlich war. Gustav Klimt studierte am selben Institut.
Es dauerte nicht lange, bis ihn die eigenwillige Ausrichtung der Wiener Kunst- und Handwerksausbildung enttäuschte. Auch die Wiener Architektur konnte ihn nicht faszinieren. ‚Viel zu viel Zuckerkuchen, kein Charakter‘, sagte Smits. Er wollte so schnell wie möglich weg.
Rom
Ende 1880 landete Jakob in Rom. Er war schon lange von den italienischen Malern der Renaissance fasziniert. Allerdings gab es in Rom so viel zu tun, dass kaum Zeit zum Arbeiten blieb. Er sagte, er habe es gelernt, indem er sich einfach umgesehen habe. Dort fand Jacob schließlich seine wahre Berufung: Er musste Künstler werden. Im Sommer 1881 kehrte er aus finanziellen Gründen nach Rotterdam zurück.


