Die letzten Jahre (1918 - 1928)

Dicke Farbschichten und eine Obsession mit Licht

Nach dem Krieg hatte Jakob Smits seine künstlerische  Richtung gefunden. Seine Leinwände erhielten den kräftigen Farbauftrag und die körnige Struktur,mit denen er so oft identifiziert wird. Seine Obsession mit Licht blieb eine konstante Quelle der Inspiration. Helle Farben, starke Linien, … Alles schien „natürlich“ zu geschehen. In dieser Zeit neigte Smits zum Expressionismus.

Seine Themen waren sehr vielfältig. Er malte Szenen aus seiner unmittelbaren Umfeld: die wechselnde Kempener Landschaft, Bauernräume, krumme Menschen, … Auch religiöse Themen verschwanden nicht. Smits malte  weiterhin Porträts.


Jakob wird 70

1925 wurde zu Jakobs siebzigstem Geburtstag ein großes Fest im Malvinahof veranstaltet. Viele prominente Persönlichkeiten nahmen daran teil,  darunter Minister Camille Huysmans, der ehemalige Minister Louis Franck und Bürgermeister Jozef Smolderen.

Zu diesem Anlass wurde eine Porträtbüste von Jakob Smits angefertigt. Der Bildhauer Lucien Hoffman verbrachte dafür viel Zeit im Malvinahof. Es wird erzählt, dass Jakob in der Nacht selbst noch Anpassungen an der Statue vornahm.


Gesundheitsprobleme

Auch Jakob Smits blieb von körperlichen Beschwerden nicht verschont. Er litt unter Herzproblemen und Krebs im Kieferknochen. Dies war der Beginn einer schrecklichen Tortur.

Jakob appellierte an seine vielen einflussreichen Freunde, ihm zu helfen, die richtige Behandlung zu erhalten. Bis zum Schluss machte er sich auf eine verzweifelte Reise durch Arztpraxen und Krankenhäuser. Auf den meisten Fotos aus dieser Zeit ist er mit einem Kopfverband zu sehen.

Am 15. Februar 1928 starb Jakob Smits im Malvinahof an einem Herzinfarkt. Alle belgischen und niederländischen Zeitungen widmeten seinem Tod ausführliche Berichterstattung. Sein Sarg wurde von vier Bauern aus Mol-Achterbos getragen. Ein einfaches Mädchen las einen bewegenden Abschiedsbrief vor. Noch nie waren im beschaulichen Kempenland so viele Persönlichkeiten versammelt wie an dem Tag seiner Beerdigung.