Hoffnung auf Besserung (1899 - 1914)

Brot auf dem Tish

Malvinas Tod war für Jakob Smits niederschmetternd. Er verlor seine große Liebe, seine Stütze und Vertraute. Er blieb mit drei kleinen Kindern zurück und hatte kaum Geld, um seine Familie zu ernähren. Es bestand ein dringendes Bedürfnis, „Brot auf den Tisch zu bringen“. Jakob fertigte seine ersten Radierungen an, doch es sollte noch Jahre dauern, bis seine Karriere als Grafiker in Gang kam.


Eine dritte Ehe

Im Jahr 1900 lernte Jakob Smits in Antwerpen die um einiges jüngere Josine Van Cauteren kennen. Bald darauf machte er ihr einen Heiratsantrag. Trotz der Einwände ihrer Familie stimmte sie zu. Für die energiegeladene, 24-jährige Antwerpenerin war es keine leichte Aufgabe, einen armen, 45-jährigen Künstler mit drei kleinen Kindern zu heiraten, der in einem abgelegenen Dorf in Kempen lebte.

Josine kümmerte sich um Jakobs Kinder und nahm seine Geschäftsinteressen wahr. In dieser Zeit ging es ihnen finanziell besser.


Diebstahl

Im Jahr 1903 kam es erneut zu einer Katastrophe: Seine Eltern waren durch einen Diebstahl ruiniert worden. Er nahm sie bei sich zu Hause auf. Mutter Smits war psychisch krank und würde nicht mehr lange leben. Sein Vater, der drei Jahre später durch einen Schlaganfall halb gelähmt war, lebte weitere 17 Jahre im Malvinahof. Jacob musste damals mit seiner Malerei zehn Menschen ernähren. Kein Wunder, dass er sich oft Sorgen um Geld machte.


Künstlerische Anerkennung

1901 hatte Jakob Smits seine erste Einzelausstellung in Antwerpen. Er erhielt viel Lob von Kritikern und Kollegen, verkaufte jedoch wenig. Später im selben Jahr erwarb das Brüsseler Museum „Der Vater des Sträflings“ für nicht weniger als 6.000 Francs. In den folgenden Jahren nahm Jakob an verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland teil.

Im Jahr 1905 wurde Jakob Mitglied von „Kunst van Heden“, einem Verein, dessen Ziel es war, die zeitgenössische belgische Kunst in Antwerpen durch Vorträge, Veröffentlichungen, Ausstellungen und Spenden an Museen zu fördern. „Er stellte dort unter anderem mit Rik Wouters und Vincent Van Gogh (posthum) aus.

Seine verbesserte finanzielle Situation ermöglichte es ihm, endlich ein anständiges Studio einzurichten. Neben der alten Scheune, in der er jahrelang unter einfachen Bedingungen gearbeitet hatte, ließ er 1907 einen Neubau mit großen Fenstern und Oberlichtern errichten.Es wurde zu einem Lichtlabor, in dem er seine Studien zum Licht weiter vertiefen konnte.

In dieser Zeit fertigte Jakob Smits auch weitere Radierungen an. Im Jahr 1910 wurde eine prächtige Sammlung von Radierungen veröffentlicht, die 25 seiner Werke enthielt. Er widmete diese Radierungssammlung Königin Elisabeth, die ein großes Interesse an Kunst und Kultur hatte.


Internationale Kunstausstellung in Mol

Im Jahr 1907 organisierte Smits auf Ersuchen des Gemeinderats von Mol eine internationale Kunstausstellung. Es wurden Werke von 68 Künstlern ausgestellt, die in der Umgebung von Mol gearbeitet hatten.

Neben einer Gruppe niederländischer Maler waren auch deutsche, englische und amerikanische Künstler vertreten, die in Mol und Umgebung Außen- und Innenmalereien durchgeführt hatten.

Die Ausstellung war ein großer Erfolg. Tausende Besucher kamen vorbei.