Suche nach Identität (1881 - 1888)

Eine erste Ehe

Als Jakob nach seinen Abenteuern im Ausland nach Hause zurückkehrte, trat er erneut in Eckharts Dienste und eröffnete gleichzeitig ein eigenes Dekorationsstudio. Er sicherte sich mehrere wichtige Aufträge. Am 9. Juli 1882 heiratete Jakob Anna Doetje Kramer. Das Paar zog nach Amsterdam und bekam zwei Töchter: Theodora und Annie.

Um seine Familie zu unterstützen, nahm Jakob eine Teilzeitstelle als Lehrer in Haarlem an, doch er war nicht glücklich. Der Ruf der Kunst wurde immer lauter. Er war oft von seiner Familie getrennt und ständig auf der Suche nach Inspiration für seine Kunstwerke und Zeichnungen. Häufig unternahm er mit Albert Neuhuys Malreisen. So landete er zum ersten Mal in Mol-Achterbos.

Die Aufgaben als Lehrer und im Dekorationsgeschäft fielen ihm schwer. Finanzielle Schwierigkeiten belasteten seine Familie zunehmend. Die Spannungen nahmen zu. Im Winter 1885 erreichte die Krise ihren Höhepunkt. Jakob war verzweifelt unglücklich. Schließlich verließ er seine Familie und zog zurück nach Brüssel.


Unverständnis

Anfang 1886 war Jakob völlig am Ende: ein Versagen als Vater und Ehemann, ein unerfüllter Lehrerberuf und eine künstlerische Rastlosigkeit.

Darüber hinaus war er völlig mittellos. Sogar seine Malutensilien musste er zurücklassen, da er die Miete für sein Zimmer in Kinrooi, wo er vorübergehend wohnte, nicht bezahlen konnte. Jakob schickte Bettelbriefe an Anna, doch sie weigerte sich, ihm zu helfen.


Mol-Achterbos

Im Frühjahr 1888 kehrte Jakob in die Kempenregion zurück, die er mit Albert Neuhuys erkundet hatte. Er war von der wunderschönen Landschaft und den Menschen, die dort lebten, angezogen. Er beschloss, dauerhaft in Mol-Achterbos zu leben. Jakob war nicht der erste Maler, der sich dort niederließ. Der gebürtige Antwerpener Charles Claessens war dort bereits einige Zeit als Landschafts- und Interieurmaler tätig.